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«Ich geniesse jede Minute im LKW»

Markus Schweingruber ist einer der Glücklichen, welche ihren Traum leben. Er geniesst seinen Beruf als LKW-Fahrer und engagiert sich nebenbei aktiv und mit viel Herzblut bei der Feuerwehr. Hauptsache, er kann ein grosses Gefährt steuern. Wir wollten von ihm wissen, wie es dazu kam und wie es anfühlt, sich seinen Leidenschaften zu widmen.

Markus, du sitzt schon seit der RS in grossen Fahrzeugen, wie kam es dazu?

Ich wollte eigentlich die Motorfahrer RS besuchen, doch an der Aushebung machte mir wohl meine Fitness einen Strich durch die Rechnung. Als mich der „Ämtliverteiler“ fragte welche RS mein Wunsch ist und ich mit Motorfahrer antwortete lachte dieser und sagte: einer der so viel Meter in 12 Minuten zurücklegt wird nicht Fahrer, sondern Füsilier. Als dann während der Rekrutenschule zu wenig Fahrer vorhanden waren, meldete ich mich als Fahrer Kat.C1 und konnte diese Ausbildung machen.

War das LKW-Fahren ein Bubentraum oder wuchs dieser Wunsch mit den Jahren?

Der Traum vom unbeschwerten Lastwagenfahrer hatte ich tatsächlich schon früh, jedoch interessierten und faszinierten mich Autos schon als sehr kleiner Junge und so kam es das ich eine Lehre im Automobilsektor absolvierte. Aber vergessen habe ich die Lastkraftwagen nie, und bin heute sehr glücklich, wie sich alles ergeben hat.

Auch in der Feuerwehr bist du als Fahrer aktiv. Eine weitere Leidenschaft?

Die Feuerwehr ist tatsächlich eine Leidenschaft. Im jahr 2009 wurde ich aktives Mitglied der Feuerwehr und durfte von da an nach bestandener C1/118 -Prüfung die Drehleiter fahren. Ich bin mit Herzblut Feuerwehrmann und in diversen Fachgebieten aktiv (Atemschutz, PbU=Personenrettung bei Unfällen, Drehleiter, Absturzsicherung, Motortrenngeräte etc.). Für mich ist es eine Ehrensache und unter keinen Umständen aus meinem Leben wegzudenken!

«Jedoch interessierten und faszinierten mich Autos schon als sehr kleiner Junge und so kam es, dass ich eine Lehre im Automobilsektor absolvierte.»

Markus Schweingruber,
LKW-Fahrer und Feuerwehrmann

Du bist nun LKW-Fahrer der Kategorie C. Wie beschwerlich war dieser Weg?

Als ich 2020 auf der Suche nach einem neuen Job war, habe ich eine interessante Stellenausschreibung gesehen, welche die Kat C zur Voraussetzung machte. Ich habe mich entschieden diese Ausbildung zu absolvieren und den Zuschlag für diese Arbeitsstelle erhalten. Der Weg zum LKW-Fahrer (Theorie und Praktische Prüfung) dauerte für mich insgesamt 19 Wochen, aber es war eine intensive und lehrreiche Zeit.

Es sieht so aus als würdest du immer erreichen was du dir in den Kopf setzt? 

Ich erreiche meine Ziele nicht immer, gebe und setze aber mein Bestes dazu bei, nicht am Ziel vorbeizuschiessen 😀.

Nun hast du deinen Traum verwirklicht, wie fühlt sich das an?

Es erfüllt mich mit Stolz diese Herausforderungen geschafft zu haben.

Was ist das Schönste am Fahrer-Beruf?

Am Fahren gibt es viele schöne Momente, ich geniesse einfach jede Minute im LKW.

Was machst du, wenn du mal nicht fährst oder für die Feuerwehr unterwegs bist?

Als Familienvater von 3 Kindern und mit den erwähnten Ämtern in der Feuerwehr ist meine Freizeit relativ ausgebucht. Wenn dann doch mal etwas Zeit vorhanden ist, widme ich mich meinen ferngesteuerten Flugzeugen. Zudem arbeite ich auch noch bei meinem Arbeitgeber in der Werkstatt und repariere vom Rasenmäher über Traktoren und Autos bis zum LKW alles.

Welche weiteren Träume und Vorhaben möchtest du unbedingt noch erreichen?

Mein nächstes Ziel ist die CZV Prüfung zu bestehen, und immer unfallfrei ans Ziel zu kommen.

Welche Tipps gibst du jemandem, der auch Fahrer werden möchte?

Als Tipp gebe ich mit: Einen absoluten Profi-Fahrlehrer auszusuchen😉, viel zu lernen, viel zu fragen und sich wenn möglich Eselsbrücken zu den Themen einzuprägen. Zudem die Theorieblöcke zu besuchen und sich damit ernsthaft auseinanderzusetzen, gehören selbstverständlich auch dazu. Weiterer Tipp: zuerst die Theorieprüfung machen, danach erst mit den Fahrstunden beginnen. So ist die Motivation, das Theoretische in und auswendig zu lernen, viel grösser. Ein letzter Tipp von mir an alle zukünftigen Fahrer der Kategorie C: LKW-Fahrer nehmen sich Zeit im Strassenverkehr und „juflen“ nicht etwas zusammen, denn es ist verdammt schnell etwas passiert das nicht rückgängig gemacht werden kann, und dies gilt es auf alle Fälle zu vermeiden!!!!!!