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Motorrad-Fahrlehrer Küre Werren – Lernender und Lehrender.

Küre Werren, Töfffahrlehrer aus Berufung und in vielfacher Funktion, hat diesen Herbst seine letzte «Amtshandlung» für L-drive Schweiz, den Dachverband der Schweizer Fahrlehrer:innen getätigt.

Jetzt ist Schluss für Kurt Werren, der im Berndeutsch und schon fast offiziell «Küre» genannt wird. Nicht mit dem Motorradfahren, aber doch mit der Fahrschule und der Ausbildung von Motorfahrlehrer/innen, die er in den letzten Jahrzehnten mitgeprägt hat. Am 13. Oktober 2022 war er letztmals für L-drive Schweiz bei einer Fahrkompetenz-Überprüfung für Motorrad-Fahrlehrer:innen im Einsatz.

Es war für einmal ein einfacher Fall: Mit Dominic Schmitter stellte sich nämlich ein Ex-Töff-Rennfahrer dem Kompetenz-Check. Die 2015 eingeführte Vorabklärung findet er selbst wichtig: «Bei Motorrad-Fahrlehrern sollte man beim Thema Töff ein Funkeln in den Augen sehen.»


Begeisterung für Job und Motorräder hatte und hat Küre Werren reichlich. Der Weg zum Fahrlehrer war trotzdem ein langer. Der Berner Oberländer lernte Fotograf, arbeitete als Polarhundewärter, dann folgten Ausbildung und Arbeit als Sozialpädagoge. Ende der 1980er Jahre startete er als Fahrlehrer Kat. A und B – ein Auto besass er die ersten zehn Jahre aber nicht. Auch später war Autofahrlehrer sein winterlicher Nebenjob.

Mit seinem Fokus aufs motorisierte Zweirad und seinem Engagement für die Fahrlehrer-Aus- und Weiterbildung war Küre Werren in der Szene bekannt wie ein bunter Hund. Er war mit Weggefährte Hans-Jürg Leuenberger als Fachlehrer in der Motorradfahrlehrer-Ausbildung des damaligen SMFV tätig, setzte sich als Experte, Instruktor und Auditor beim VSR ein und half, Grundlagen – wie das Handbuch Kategorie A – zu erarbeiten. «Ich bin nie in Gremien gesessen, wo nur geredet wird.» Küre Werren hat gern diskutiert, wollte die Erkenntnisse daraus aber auch umsetzen.

Seine Fahrschule sowie Ämter und Würden lässt der 74-Jährige nun hinter sich. Einzel- und Gruppencoachings bietet Küre Werren aber nach wie vor an. Und Ausflüge auf die Rennstrecke lässt er sich auch nicht nehmen. Das Wichtigste? «Es muss Freude bereiten.»